Donnerstag, 27. April 2017

[Rezension] "Emma, der Faun und das vergessene Buch" von Mechthild Gläser

Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser, Jugendbuch
Bildquelle: Loewe
Während Emma und ihre Freundinnen eine verwaiste Bibliothek in dem altehrwürdigen Internat Schloss Stolzenburg entrümpeln, entdeckt Emma in einem Geheimfach ein seltsames, verstaubtes Buch, von dem sie annimmt, es handele sich um eine Art Chronik der Schule. Weit gefehlt! Als Emma selbst einige Zeilen hineinschreibt, stellt sie zu ihrem Erstaunen fest, dass alles, was einmal in dem Buch steht, wahr wird … jedenfalls so ungefähr, denn das Ding ist etwas unheimlich und folgt seinen eigenen, unberechenbaren Gesetzen. Trotzdem experimentiert Emma damit herum und nutzt es auch, um den arroganten Darcy de Winter, ein Ex-Schüler, der für einige Wochen das Internat besucht, zu einem kleinen Eingeständnis zu bewegen.

Von „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ war ich anfangs - ehrlicherweise - enttäuscht. Die Geschichte beginnt zwar beschwingt mit viel heimeligem Internatsflair und der geheimnisvollen Entdeckung des magischen Buches, doch danach dauerte es etliche Kapitel, ja fast ein Drittel des Buches, bis für mein Empfinden wirklich Spannung aufkam. Mechthild Gläser bannt mit viel Detailliebe Internatsalltag auf die Seiten und setzt ihr Augenmerk auf die Einführung der wichtigsten Figuren. Diese Beschreibungen sind gekonnt formuliert und haben viel Charme, zumal die Autorin eine kleine Liebesgeschichte einbaut, die an Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ angelehnt ist. Doch für diesen sehr gemütlichen Einstieg war ich möglicherweise einfach zu ungeduldig, vielleicht auch zu weit von der anvisierten Zielgruppe entfernt, die dem nachgezeichneten Schulleben womöglich mehr abgewinnen kann.

Dienstag, 25. April 2017

[Blogparade] Ich bin ein Königskind - Auslosung



Vor über einem Monat zogen zahlreiche Krönchen weit hinaus ins Reich, um viele Buchmenschen zu krönen. Nicht etwa wegen der adligen Linie, der sie entsprungen sind. Nein, ihre Vorliebe für königliche Geschichten machte sie zu Königskindern. Diese Geschichten wohnten, bevor sie in die Welt hinausgetragen wurden, in einem Schloss in Hamburg ... Ja, entschuldigt bitte. Madame Everdeen kommt wieder vom Weg ab und gibt sich einer buchstäblichen Tändelei hin ... Das liegt an der Uhrzeit.

[Rezension] "Guides - Die erste Stunde" von Robison Wells

Guides - Die erste Stunde von Robison Wells
Bildquelle: HarperCollins
„Guides - Die erste Stunde“ von Robison Wells ist - kurz gesagt - ein Fun-Read, eine unterhaltsame, spannende Geschichte für trübe Regennachmittage oder einen Sonnentag auf einer Decke im Park (sofern die Temperaturen  irgendwann nochmal über 10 Grad steigen). Das Buch wäre eine prima Vorlage für einen Hollywoodfilm. Man müsste nichts verändern, sondern könnte es 1:1 als Drehbuch übernehmen. Und das meine ich nicht negativ, sondern als Lob. Ich hatte einige Stunden lang viel Spaß mit den Guides und habe vor allem teuflisch lange herumgeknobelt, was es mit dem Rätsel um die Aliens auf sich hat … bin aber trotzdem nicht auf die Lösung gekommen. Der Autor hat mich gekonnt in die Irre geführt und einige Male überrascht.

Worum geht’s?
Um ein riesenhaftes Raumschiff, das mitten in Minnesota auf die Erde gestürzt ist und dabei zehntausende Menschen unter sich begraben hat. Niemand weiß, was sich in dem gigantischen UFO befindet, denn auch nach Tagen hat sich kein Ausstieg geöffnet und sich kein einziger Außerirdischer gezeigt. Möglicherweise ist das auch gut so, denn dass die Aliens nach diesem tragischen Crash wirklich Gutes im Sinn haben, wird von vielen bezweifelt. Auch von der 17-jährigen Alice, die von ihrem Vater, der für die NASA arbeitet und die Absturzstelle erkundet, auf ein Internat ganz in der Nähe der Katastrophe geschickt wird und damit eine beängstigende Nähe zu den Ereignissen hat.

Montag, 24. April 2017

Neuzugänge

BücherIch hoffe, ihr hattet alle einen wunderschönen "Welttag des Buches" und habt diesen Tag gebührend gefeiert. Wahrscheinlich hatte nicht jeder das große Glück einen am Sonntag geöffneten Buchladen zu finden. Glücklicherweise war mein Lieblingsbuchladen geöffnet und ich konnte zur Feier des Tages noch drei neue Bücher in mein Regal entführen.
Aber auch schon an dem Freitag vor dem Welttag des Buches gab es schon ein großartiges feierliches Ereignis, denn viele Verlage öffneten ihre Türen und ließen neugierige Buchfans in ihre heiligen Hallen. Da ich viele großartige Verlage in der unmittelbaren Nähe habe, gab es auch hier zahlreiche Veranstaltungen zur Aktion #Verlagebesuche. Die Qual der Wahl stellte sich mir jedoch nicht, denn der Königskinder Verlag war auch mit von der Partie. Was ich dort erlebt habe, berichte ich in den nächsten Tagen.

Samstag, 22. April 2017

[Rezension] "Digby #2. Zu cool zum Sterben" von Stephanie Tromly

"Digby. Zu cool zum sterben" von Stephanie Tromly
Bildquelle: Oetinger
Ich weiß nicht, wann genau es passiert ist. Irgendwann zwischen Band 1 und Band 2 bin ich zum absoluten Fangirl dieser Teenager-Detektiv-Serie mutiert. Dabei hatte ich durchaus einige Kritikpunkte zum ersten Buch. Die Handlung war mir teilweise zu überdreht und warum sich Zoe so unreflektiert an den doch ziemlich dreisten Digby gehängt hat, habe ich auch nicht ganz verstanden. Viele Aktionen der beiden Hauptfiguren blieben mir ein Rätsel und doch hatte alles so unglaublich viel Charme, dass ich unheimlich neugierig auf die Fortsetzung war und ihr richtiggehend entgegen gefiebert habe. Ein riesengroßer, nein, ein megariesengroßer Stein, ist mir vom Herzen gefallen, als ich nach den ersten Seiten von „Digby #2. Zu cool zum Sterben“ merkte, dass Autorin Stephanie Tromly anscheinend meine Gebete erhört und sich all meine Kritik auf wundersame Weise in Luft aufgelöst hatte. Das Buch war ein Highlight und „Digby“ hat sich zur echten Lieblingsserie gemausert. Aber der Reihe nach.

Fünf Monate nachdem Zoe und Digby einen Drogenhändlerring enttarnt haben und Digby sich anschließend mit einem überraschenden Kuss von Zoe verabschiedet hat, um weiter nach seiner vor Jahren verschwundenen Schwester Sally zu suchen, ist Digby wieder da. Nur ist Zoes Leben in der Zwischenzeit weitergegangen. Einiges hat sich verändert. Während Digby zuvor noch Zoes einziger Vertrauter war, da diese frisch in die Stadt gezogen ist und niemanden kannte, hat Zoe nun Freundinnen und mit Austin auch einen festen Freund. Doch Digby hat offenbar neue Spuren im Falle seiner Schwester und bittet Zoe abermals um Hilfe. Nur, wie das so ist bei Digby, seine Pläne sind nicht immer ganz durchdacht und die Katastrophen programmiert.