Dienstag, 27. Juni 2017

[Rezension] "The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot" von JP Delaney

"The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot" von JP Delaney
Bildquelle: Penguin Verlag/Randomhouse
„The Girl before“ vom britischen Autor JP Delaney (Pseudonym) ist eines jener Bücher, die die Meinungen der Leserschaft spalten. Vom Spiegel wenig schmeichelhaft als „glattpolierter Thriller mit eingebauter Bestseller-Garantie“ eingestuft, kann die Geschichte erwartungsgemäß zwar viele Leser fesseln, ruft aber auch jene kritischen Stimmen auf den Plan, die sich an den stereotypen Figuren und ihren abwegigen Entscheidungen stören, ohne die diese Geschichte recht schnell zu Ende erzählt wäre.

Denn glücklicherweise ziehen die beiden Protagonistinnen Emma und Jane im Abstand weniger Jahre nacheinander - und entgegen aller im Leserkopf aufflackernden Warnlämpchen - in Folgate Street Nummer 1 ein, ein obskures Londoner Hightechhaus, dessen Mietvertrag ein Pamphlet von Regeln und Verboten beinhaltet, so dass schon das Herumliegenlassen von Kleidung einem Verstoß in der Größenordnung eines eigenmächtigen Umbaus gleichkommt.

Samstag, 24. Juni 2017

[Rezension] "Er liebt sie nicht" von Sharon Bolton

"Er liebt sie nicht" von Sharon Bolton, Thriller
Bildquelle: Manhattan
Etwas kühle, aber nicht zu kalte Gänsehaut für den anstehenden Sommerurlaub gefällig? Dann könnte dieser Mysterythriller etwas für euch sein! Sharon Boltons Er liebt sie nichtzählt zu den Büchern, die auf eine nahezu unblutige Weise fesseln können. Miträtseln ist ausdrücklich erwünscht. Allerdings müsst ihr euch dafür auf äußerst sonderbare Charaktere einlassen. Ihr werdet feststellen, dass ihr diesen nicht wirklich nahe kommen könnt. Vermutlich werdet ihr sie ziemlich seltsam finden, eventuell sogar paranoid. Das ist aber beabsichtigt und Teil des Plans.

Im Einzelnen hätten wir da:
- Maggie Rose, blauhaarige Starstrafverteidigerin und Bestsellerautorin von True-Crime-Storys, die darauf spezialisiert ist, Serienkiller aus dem Gefängnis zu holen
- Hamish Wolfe, ein charismatischer Womanizer und Arzt, der seit zwei Jahren für den Mord an drei Frauen einsitzt und sich von Maggie Rose Hilfe erhofft
- sowie Detective Pete Weston, der Wolfe hinter Gitter gebracht und ein persönliches Interesse daran hat, dass alles so bleibt, wie es ist. Sprich: Wolfe hinter Gittern.

Donnerstag, 22. Juni 2017

[Rezension] "Kleine Entdecker: Fahrzeuge" von Ruth Martin und Allan Sanders

"Kleine Entdecker: Fahrzeuge" von Ruth Martin und Allan Sanders, Kinderbuch
Bildquelle: Loewe
Geschlechtsspezifische Erziehung? Nein, danke! Diesen Quatsch mache ich nicht mit. Und wenn mein Sohn mit Puppen spielen möchte, dann darf er das gerne tun. Macht er aber nicht. Und dieses Phänomen fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Wenn er in einen Raum kommt und die Wahl zwischen vielen für Mädchen und Jungen typischen Spielzeugen hat, greift er immer zu Autos, Bagger oder Traktoren. Fahrzeuge sind einfach viel zu interessant für ihn. Mein kleiner Entdecker kann sich stundenlang mit ihnen befassen und greift auch immer wieder zu Bilderbüchern, die dieses Thema aufgreifen. Jedoch kann man ihn nicht mehr mit jedem Bilderbuch locken. Aus diesem Grund haben wir nach einem abwechslungsreichen Buch für Kinder gesucht, welches sich mit dem Thema Fahrzeuge beschäftigt. Wichtig war mir dabei, dass mein Sohn aktiv beim Lesen mit eingebunden wird. Fündig wurden wir beim Loewe Verlag, denn in diesem Verlag gibt es eine brandneue und großartige Buchreihe für kleine Entdecker. Diese beschäftigt sich mit Themen wie Tiere, den Weltraum, den Körper und passenderweise auch mit Fahrzeugen.

Dienstag, 20. Juni 2017

[Rezension] "Das Beste von Astrid Lindgren"

Gibt es etwas Schöneres als abends mit der Familie gemütlich auf dem Sofa zu kuscheln? Ja, mit der Familie auf dem Sofa zu kuscheln und dabei ein gutes Buch zu lesen. Und wenn man dann noch eines liest, dass Jung und Alt gefällt, ist das Glück perfekt. Jedoch muss man so ein Exemplar erst einmal finden. Auf der Suche nach eben so einem perfekten Familienbuch musste ich nicht lange überlegen, wie die literarischen Helden dieser Geschichte sein sollten. Sie sollten wie die Lieblingshelden aus meiner Kindheit sein: stark, aufgeweckt, liebenswert und weil sie immer für einen Streich zu haben sind, wird es nie langweilig mit ihnen. Die meisten dieser literarischen Lieblinge haben noch etwas gemeinsam: sie entspringen der Feder von Astrid Lindgren. Aus diesem Grund sah ich mich für unseren perfekten Familienabend nach einem Buch der Autorin um und wurde fündig.
„Und da war es, als ob irgendetwas in mir vor Freude hüpfte und sprang.“

Samstag, 17. Juni 2017

[Rezension] "The Distance from me to you" von Marina Gessner

The Distance from me to you von  Marina Gessner
Bildquelle: Bloomoon
Die 17jährige Kendra ist ein echter Sturkopf: Als ihre beste Freundin Courtney kurz vor dem lange geplanten Wandertrip auf dem Appalachian Trail abspringt, beschließt sie, sich alleine auf den Weg zu machen und ihren Eltern zu verheimlichen, dass sie ohne Begleitung unterwegs ist. Hoch motiviert beginnt Kendra ihre Mammuttour - 3.500 Kilometer durch mehrere amerikanische Bundesstaaten, die keineswegs immer so verlaufen, wie Kendra sich das vorgestellt hat. Vor allem mit Sam hat sie nicht gerechnet - der gutaussehende Junge, der immer wieder ihren Weg kreuzt und der sie mit seiner undurchdringlichen Art fasziniert und verunsichert.

„The Distance from me to you“ musste ich (Wanderratte mit Campingfaible und Vorliebe für Jugendbücher) einfach lesen. Frische Luft, Berge, Wälder, Zeltplätze und Wanderbekanntschaften. Autorin Marina Gessner hat eine gute Portion Realität und viel tolles Wanderfeeling in ihre frei erfundene Geschichte gepackt und zwei Protagonisten losgeschickt, die sofort meine Sympathie hatten. Kendra, die dickköpfige Akademikertochter, die sich selbst und allen anderen beweisen will, was in ihr steckt und Sam, der nicht ganz freiwillig unterwegs ist, weil seine Familiensituation mehr als schwierig ist.